Verlassene, verrottende Ski-Ressorts in den Bergen: The New Ruins of the Melting Alps

7. August 2019 16:34 | #Klimawandel

Ich verreiste in meinem Leben ungefähr 30 mal zum Skilaufen in die Berge Österreichs und verbrachte die Winter meiner Kindheit an jedem Wochenende am Hang im Odenwald, meine ersten Paar eigene Skier bekam ich, als ich 4 Jahre alt war. Ich kann Schneebretter richtig gut.

Meinen ersten schneefreien Winterurlaub verbrachte ich irgendwann in den 90ern, als wir mit den Skiern auf dünnen Ski-Rinnsalen auf ansonsten grünen Hängen entlangfuhren, als uns damals langsam bewusst wurde, dass sich unsere Umwelt verändert und die Winter schon lange nicht mehr so schneereich waren, wie in den Jahren zuvor. In den 80ern baute ich im April einen Schneehasen zu Ostern, Ende der 90ern betrachtete ich grasbewachsene, ehemalige Skihänge in Österreich und 2019 verlinke ich eine Fotoserie über die verlassenen Ruinen ehemaliger Ski-Hotels in den Alpen.

Tomaso Clavarino fotografiert verrottende Wintersport-Hotels und verlassene Ski-Lifte, die in Italien dem Klimawandel zum Opfer fallen. Schlechtes Ressourcen-Management und die Erderwärmung sorgen nicht nur dort für das Ende des Massentourismus und damit für den Verfall ganzer Infrastrukturen: The New Ruins of the Melting Alps.

Photographer Tomaso Clavarino has been traveling to Italy’s Alpine glaciers to ski since he was three years old. “It’s a place I know very well,” he told me over the phone. “It’s how I knew it was changing.” About five or six years ago, he started noticing that small ski resorts were shutting down, and the big ones were getting more expensive. Artificial snow, once a last-ditch solution for an unlucky ski season, was starting to become common. And the people whom Clavarino used to see every year—whether they were tourists, or locals operating small businesses in the area—were slowly vanishing.

Seeking answers, the photographer started to speak with researchers across northern Italy. “They all said the same thing,” he said. “Climate change is affecting the Alps more harshly than other places.” While the planet as a whole has warmed about 1° Celsius because of greenhouse gas emissions, average temperatures the Alps have risen just under 2° Celsius. Since 1960—when the Alps first began to be exploited by ski-oriented tourism—the average snow season there has shortened by 38 days.

Because of this warming and other factors, there are now almost 200 abandoned ski resorts in the Italian Alps: cemeteries of steel cables, concrete, parking lots, abandoned hotels, and deforested slopes. That number stands to rise. If greenhouse gas emissions continue unchecked, the Alps will lose 90 percent of their remaining glaciers by 2100, according to a recent study published in The Cryosphere.

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