In-Store Urban Farming im Supermarkt

4. Februar 2020 16:30 | #Klimawandel #Umwelt

Vor hundert Jahren bloggte ich ĂŒber das Berliner Urban Farming-Projekt in den PrinzessinengĂ€rten von Berlin. Aus diesem Projekt heraus wurde ein StartUp gegrĂŒndet, das Urban Farming fĂŒr die Nahrungsmittelversorgung der Stadt hochskaliert und direkt in den Supermarkt bringt, wo nun GemĂŒse und Obst direkt vor Ort in vertikalen Farmen und in „GemĂŒse-BrutkĂ€sten“ angebaut wird. Diese KĂ€sten wurden in einem ausgebauten Wohnwagen im Prinzessinnengarten entwickelt.

Die Technologie minimalisiert gleichzeitig Distributionswege und damit den Ausstoß von Treibhausgasen. Die KĂ€sten haben natĂŒrlich Cloud-Schnickschnack, werden zentral gesteuert und stehen bereits in jeder Menge SupermĂ€rkten in Berlin, der grĂ¶ĂŸten Urban Farm der Welt. Die Technik scheint mir ausgereift und skalierbar, bitte mehr davon.

FAZ: Vertical Farming – Warum die KrĂ€uter nun im Supermarkt wachsen

Tech and Nature: Das deutsche Startup Infarm baut GemĂŒse direkt im Supermarkt an

„Farming as a Service“ nennt Infarm dieses Prinzip und stellt die SchrĂ€nke gegen eine GebĂŒhr in Supermarkt-Filialen oder Restaurants. Und das GeschĂ€ft lĂ€uft: Laut Michaeli betreut das Startup derzeit rund 200.000 Pflanzen pro Monat in DĂ€nemark, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Großbritannien, den USA und der Schweiz – Edeka, Metro oder Amazon Fresh setzen beispielsweise auf Infarm.

„Wir haben erkannt, dass der grĂ¶ĂŸte Mangel unseres aktuellen Lebensmittelsystems darin besteht, dass es zu weit von den Menschen entfernt ist, die es zu ernĂ€hren versucht“, erzĂ€hlt sie. Die moderne Agrarproduktion verursache nicht nur viel CO2, „sie sorgt auch dafĂŒr, dass Pflanzen, wenn sie im Supermarkt ankommen, 45% ihrer lebenswichtigen NĂ€hrstoffe verloren haben“.

Also experimentierten die drei GrĂŒnder mit Urban Farming und stellten dazu einen umgebauten Retro-Wohnwagen aus den 50er-Jahren in die Berliner PrinzessinnengĂ€rten. „Dieser Wohnwagen wurde zu einem Hub fĂŒr unsere ersten Experimente, wo Besucher KrĂ€uter und Keimpflanzen ernten konnten“.

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