Klimalinks 27.11.2019: Forscher warnen vor 9 aktiven Kipppunkten im Klimasystem; Klimadiskurse im Überblick; Nazis bedrohen Braunkohleproteste

• Im Vorfeld der Abstimmung über die Erklärung eines Klimanotstands der EU haben eine Reihe von Forschern eine gemeinsame Erklärung im Wissenschaftsmagazin Nature abgegeben, in der sie vor einem nicht nur symbolpolitisch gemeinten Notfall warnen, laut dem wir bereits mehrere sogenannte Tipping-Points in atmosphärisch-klimatischen Systemen erreicht hätten und das gesamte Gefüge drohte, in einen sich selbst verstärkenden Treibhauseffekt zu kippen.

Solche Kipppunkte sind etwa auftauende Permafrostböden, die Methan in die Atmosphäre entweichen lassen; veränderte Wolkenbildung, die zu einer weiteren Aufheizung der Ozeane führt oder das Abschmelzen von Polkappen und Gletschern, die weniger Sonnenstrahlung reflektieren können. Erreichen genug dieser Tipping Points ein katastrophales Ausmaß, kippt das komplette klimatische System. (Einen sogenannten Galoppierenden Treibhauseffekt wie auf der Venus ist nach Berechnungen von Klima-Apokalyptiker James Hansen, der mit seinen Voraussagen bislang übrigens richtig lag, übrigens ausgeschlossen, selbst wenn die Menschheit sämtliche fossilen Brennstoffe abfackeln würde – zwar wäre der Planet dann unbewohnbar und 20°C heißer, einen galoppierenden Treibhauseffekt gäbe es aber nicht.)

Nature.com: Climate tipping points — too risky to bet against, Phys.org: Nine climate tipping points now ‘active,’ warn scientists

If current national pledges to reduce greenhouse-gas emissions are implemented — and that’s a big ‘if’ — they are likely to result in at least 3 °C of global warming. This is despite the goal of the 2015 Paris agreement to limit warming to well below 2 °C. Some economists, assuming that climate tipping points are of very low probability (even if they would be catastrophic), have suggested that 3 °C warming is optimal from a cost–benefit perspective. However, if tipping points are looking more likely, then the ‘optimal policy’ recommendation of simple cost–benefit climate-economy models4 aligns with those of the recent IPCC report2. In other words, warming must be limited to 1.5 °C. This requires an emergency response.

• Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Politik und Zeitgeschehen der Bundeszentrale für politische Bildung widmet sich komplett dem Klimawandel und kostet nichts. Alle Artikel sind im Volltext auch online zu lesen, es geht unter anderem um „Faszinosum Fridays for Future“, eine „Kleine Geschichte der Klimadebatte“, „Nachhaltigkeitstransformation ist eine Sache der Praxis“ und den „Aufbruch in die ökologische Moderne. Vom Raubbau an der Natur zur Kooperation mit der Natur“.

Durch Fridays for Future erfahren das seit Jahrzehnten bekannte Problem des menschengemachten Klimawandels und die Herausforderung, sich über geeignete Ansätze sowohl für seine Begrenzung als auch für eine Anpassung an seine Folgen zu verständigen, eine bisher unerreichte gesellschaftliche Politisierung.

Alte Fragen werden mit neuem Nachdruck diskutiert: Wie lässt sich die Reduktion klimaschädlicher CO2-Emissionen effektiv umsetzen? Welche politischen Weichenstellungen sind prioritär? Welche Rolle können marktwirtschaftliche Mechanismen beim Klimaschutz spielen? Und was tragen Verhaltensänderungen auf individueller Ebene bei? Zugleich wird die Klimadebatte selbst mit Blick auf die sie auszeichnenden Katastrophenszenarien, Verzichtsaufforderungen und verkürzten Darstellungen von Zusammenhängen kritisch reflektiert.

Kluger Kommentar von des geostrategischen Beraters Roderick Kefferpütz zur Rolle von Zentralbanken und Fiskalpolitik in einer Ökonomie, die klimasystemische Bedingungen reflektiert und in die Bewertung von Investitionen und Kapitalgütern mit einbezieht. Er betont darin die äußerst schwache Wirtschaftspolitik Deutschlands unter den Bedingungen des Klimawandels und fordert wie yours truly eine Erweiterung der Risikobewertungen. Der Kampf gegen den Klimawandel wird an zwei Orten gekämpft: Auf der Straße und im Hambi – und in den Büros von Versicherungen und Banken. Beide dürften schon sehr bald eine sehr seltsame Symbiose bilden.

With just a few changes in monetary policy, CO2 emissions in the corporate and bank bond portfolio could be reduced by 44 per cent, says Dirk Schoenmaker, Professor of Banking and Finance at Erasmus University in Rotterdam. Banks, hedge funds, insurance companies and rating agencies would all take climate aspects into account in their evaluations and investment decisions. “A decade after the world bailed out finance, it’s time for finance to bail out the world,” writes economic historian Adam Tooze. Christine Lagarde, the new head of the ECB, has already announced that the debate on how central banks can contribute to climate protection is a priority.

Braunkohleproteste in der Lausitz: Nazis bedrohen Klimaaktivistinnen: Gegen Ende Gelände formiert sich breiter Gegenprotest auch von rechten Gruppierungen. Aktivistinnen reagieren mit Sicherheitskonzepten.

• Das UN Environment Programme hat ihren jährlichen Emissions Gap Report vorgelegt, der die Lücke zwischen den realen CO2-Emissionen und den Ausstößen beschreibt, die zur Einhaltung des Pariser Abkommens mit einer Begrenzung auf 1,5°C Erderwärmung nötig sind. Laut Bericht müssen wir ab sofort jedes Jahr 7,6% weniger Treibhausgase ausstoßen um das Abkommen einzuhalten und wir befinden uns auf einem Weg zu einer Erderwärmung von 3,2°C.

Earther: UN Report Says This is Our Last Shot to Take Action on Climate Change, Buzzfeed: “We Cannot Afford To Fail”: A New UN Report Is Forecasting Potentially Catastrophic Warming, hier das Dokument als PDF.

Gib mir den Rest, Baby…

EU ruft Klimanotstand aus

28. November 2019 16:02 | #Klimawandel #Politik #Umwelt

Das Europaparlament hat nun also einen Klimanotstand für die EU ausgerufen, ein symbolpolitischer Akt um auf die Dringlichkeit des Themas hinzuweisen. Aus der Pressemitteilung der EU:

Ahead of the UN COP25 Climate Change Conference in Madrid 2-13 December, the Parliament on Thursday approved a resolution declaring a climate and environmental emergency in Europe and globally. They also want the Commission to ensure that all relevant legislative and budgetary proposals are fully aligned with the objective of limiting global warming to under 1.5 °C.

In a separate resolution, Parliament urges the EU to submit its strategy to reach climate neutrality as soon as possible, and by 2050 at the latest, to the UN Convention on Climate Change. MEPs also call on the new European Commission President Ursula von der Leyen to include a 55% reduction target of greenhouse gas emissions by 2030 in the European Green Deal.

Diese Notstandserklärungen werden seit wenigen Jahren vor allem von einzelnen Städten ausgerufen. Die erste Stadt war das australische Darebin City, die am 21. August 2017 den „Darebin Climate Emergency Plan“. In Australien mussten schon vor Jahren die metereologischen Skalen zur Messung von Hitze nach oben angepasst werden, da die Temperaturen nicht mehr wiedergegeben werden konnten.

Rechtlich verpflichten diese Klimanotstände zu nichts, haben mit Notstandsgesetzen grade mal das Substantiv „Notstand“ gemein, was die Konservativen zu einer dümmlichen Syntax-Kritik an der EU-Abstimmung motiviert. Die darüber hinausgehende Kritik, die an eine Aushebelung von demokratischen Prozessen über die Emotionalisierung einer Debatte erinnert, ist durchaus ernstzunehmen, nur sollte jemand die Konservativen daran erinnern, dass genau diese Emotionalisierungen zu Verschärfung von Sicherheitsgesetzen und Überwachungsmaßnahmen führten. Eine solche Kritik ist auch immer eine Kritik an konservativer Innenpolitik.

Ebenfalls lächerlich machen sich die Konservativen natürlich durch ihre scheinheilige Erinnerung an den demokratischen Prozess, wenn sie gleichzeitig Gesetzestexte von Lobbyisten schreiben lassen, Überwachungsmaßnahmen von Klima-Aktivisten absegnen und der korrupten Automobilindustrie Steuererleichterungen zukommen lassen. Auch diese Dinge sind umweltpolitisch invertierte Symbolpolitik aus dem konservativen Lager und man kann die Amthors dieser Welt für diese Heuchelei nur verachten.

Letztenendes ist diese erste Notstandserklärung eines Staatenbundes die Reaktion auf ein paar sehr banale Erkenntnisse und eine Korrektur des Tagesbetriebs im politischen Geschäft. Die gigantischen Kosten, die der Klimawandel so oder so für kommende Generationen verursachen wird – durch Karbon-Sucker, Filter und/oder Umsiedelungen, Auf/Abbau von Infrastruktur und Aufräumarbeiten nach Katastrophen –, verändert die ökonomische Grundlage der Politik, deren korruptes Geschacher um Machterhalt vor allem anachronistisches Kaspertheater darstellt und angesichts der kommenden Umwälzungen nicht mehr als Realpolitik bezeichnet werden kann und darf. Die Notstandserklärung von Brüssel gilt vor allem für die Politik selbst.

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[Klimalinks 26.11.2019] Deutschland bereits 1,5°C wärmer; Koalabären und Klima-Clickbait; Sanktionen gegen Klimasünder-Staaten

26. November 2019 18:23 | #Klimawandel #Politik #Umwelt #Wirtschaft

Neuer Rekord in der durchschnittlichen CO2-Konzentration in der Atmosphäre: „Using data from monitoring stations in the Arctic and all over the world, researchers say that in 2018 concentrations of CO2 reached 407.8 parts per million (ppm), up from 405.5ppm a year previously. This increase was above the average for the last 10 years and is 147% of the pre-industrial level in 1750.“

• Falls jemandem noch nicht klar ist, welches Thema in den nächsten Jahrzehnten nicht nur die Politik bestimmt: Klimabericht der Bundesregierung – Deutschland hat sich bereits um 1,5 Grad erwärmt: „Vertrocknete Wälder, Niedrigwasser in Flüssen, Sturmfluten an der Küste: Der Klimawandel ist einer neuen Auswertung zufolge in Deutschland angekommen, die Effekte lassen sich immer klarer direkt messen.“

Die Klimareporter dazu: „Mehr Hitzetage, höherer Meeresspiegel: Wir merken den Klimawandel hierzulande schon deutlich“.

In Deutschland war es im vergangenen Jahr 1,5 Grad wärmer als noch 1881. Nicht weniger als 0,3 Grad sind allein in den vergangenen fünf Jahren hinzugekommen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrem zweiten Monitoringbericht zum Klimawandel in Deutschland. Im globalen Durchschnitt sind die Temperaturen bisher um ungefähr ein Grad gestiegen.

“Die Botschaft des Monitoringberichts lautet: Die Zukunft hat uns bereits erreicht”, sagte Maria Krautzberger, Chefin des am Bericht beteiligten Umweltbundesamts. “Deutschland steckt mittendrin in der Erderhitzung, mit weitreichenden Folgen für Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit.” Nun müsse “dringend vorgesorgt” werden.

• Drei exzellente Quellen für tiefgehenden Klimawandel-Journalismus: Der Newsletter HEATED von Emily Atkin, immer hochaktuell, kritisch und sehr lesenswert; den Meta-RSS-Feed von Climate Central, der Links zu Klimawandelnews aus allen möglichen Medien anbietet; die Sea Level Rise and Climate Change News From Around the World von Ozeanograph John Englander mit meistens täglich mehreren Link-Postings zu allen möglichen Quellen.

• Aus dem grade erwähnten Newsletter von Emily Atkins: Koalabären sind nicht ausgestorben und es gibt ein Clickbait-Problem im Klimawandel-Journalismus, dem leider auch viele Aktivisten erliegen: Forbes delivers a one-two punch of viral climate garbage, Hot garbage piece #1: Koalas functionally extinct. Grade bei einem drängenden Problem wie dem Klimawandel kann es sich der Journalismus nicht leisten, hier emotional aufgeladenen Müll für Klicks, der letztenendes nur Argumentationsmaterial für Kritiker liefert.

• Bloomberg ist anscheinend der Präsidentschaftskandidat mit dem schärften Klima-Profil (und als schwerreicher Milliardär wohl auch der mit der fettesten CO2-Bilanz): Bloomberg Is a Climate Leader. So Why Aren’t Activists Excited About a Run for President?

• Guter Move, internationale Sanktionen gegen Klimasünder-Staaten: Green New Deal Author Wants To Expand Anti-Corruption Laws To Cover Climate: „Sen. Ed Markey (D-Mass.) has proposed new legislation to make it easier to sanction foreign companies and individuals responsible for planet-heating pollution or human rights abuses against environmentalists. The bill, a draft of which HuffPost obtained, gives the White House additional authority to cut off access to U.S. financial institutions or block visa requests and compels the president to ‘prioritize action against, and deterrence of, egregious behaviors that undermine efforts’ to prevent catastrophic global warming.“

EU-Abgeordnete wollen vor der Klimakonferenz am 2. Dezember über eine Klima-Notstands-Erklärung abstimmen lassen.

• Dank Energiehunger in China, Indien und Brasilien gingen die Investitionen in erneuerbare Energien in Entwicklungsländern erstmals zurück: In Developing Nations, a Decline in Clean Energy Investment.

• Die Florida Keys stehen seit 3 Monaten unter Wasser: 82 Days Underwater: The Tide Is High, but They’re Holding On.

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[Klimalinks 25.11.2019] Outdoor-Klimaanlagen in Qatar; Studie zum Production Gap; BigShort-Investor wettet auf Klimawandel

25. November 2019 14:03 | #Klimawandel #Politik #Recht #Umwelt #Wirtschaft

In Qatar kühlt man die Luft draußen schon seit einer Weile mit Klimaanlagen und derzeit bauen sie gigantische Ventilatoren in die Stadien der Fußball-WM 2022, alles selbstverständlich mit einer katastrophalen CO2-Bilanz, die den Planeten noch weiter aufheizt. Wir kicken uns fröhlich feiernd in den Abgrund. Was für eine fantastische Menschheit wir da am Start haben, es ist unglaublich.

To survive the summer heat, Qatar not only air-conditions its soccer stadiums, but also the outdoors — in markets, along sidewalks, even at outdoor malls so people can window shop with a cool breeze. “If you turn off air conditioners, it will be unbearable. You cannot function effectively,” says Yousef al-Horr, founder of the Gulf Organization for Research and Development.

Klimaaktivistinnen argumentieren vor Gericht mit Notwehr. Ich bin gespannt, wie das Gericht dieses Argument einschätzt und wünsche gutes Gelingen. Sollte das nicht vollständig ignoriert oder abgewiesen werden, könnte sich diese Argumentation und die Begründung des Gerichts noch als sehr nützlich in der Zukunft erweisen und das meine ich sehr ernst. Sue the fuckers.

• David Burt war vor zehn Jahren Berater bei Cornwall Capital, der Firma, die vor der Finanzkrise auf ein Platzen der Immobilienblase in den USA gewettet und damit drölf Millionen Dollar gemacht hatte. Die Firma wurde im Film The Big Short portraitiert und gilt als einer der ganz wenigen Gewinner der 2008er Wirtschaftskrise. David Burt hat nun eine neue Firma gegründet und wettet wieder, und zwar auf eine neue Krise im Immobilienmarkt dank Klimawandel und nicht mehr versicherbaren Gebäuden.

We tend to conceive of global temperature rise as a slow, steady and predictable threat: humans release emissions, the atmosphere gets warmer and sea levels get higher and higher. But the disaster Burt thinks the markets are ignoring could strike a lot sooner and more abruptly. It would likely be felt first in Texas, Florida, New Jersey, California or anywhere else with a ton of homes and other real estate exposed to flooding, and then spiral outwards into the financial system, potentially wreaking destruction rivaling what happened in 2008.

Man kann das als opportunistischen Katastrophen-Kapitalismus kritisieren, man kann darin aber auch ein krasses Warnsignal an liberale und konservative Kräfte erkennen in der Sprache, die diese Leute verstehen.

• Die amerikanische Zentralbank jedenfalls sieht das ähnlich und deutet an, ihre geldpolitischen Entscheidungen in Zukunft (auch) unter Aspekten des Klimawandels festzulegen: Fed sees climate change shaping economy, policy: „The U.S. central bank signaled on Friday it may be getting ready to join international peers in incorporating climate change risk into its assessments of financial stability, and may even take it into account when setting monetary policy.“

• Netter Symbolprotest gegen Privat-Jets: Climate activists block Geneva airport’s private-jet terminal.

China plant 40 neue Kohlekraftwerke:

China raised its coal-fired power capacity by 42.9 gigawatts (GW), or about 4.5%, in the 18 months to June, connecting new projects to the grid at a time when capacity in the rest of the world shrank, according to a study published on Wednesday. China also has another 121.3 GW of coal-fired power plants under construction, U.S.-based research network Global Energy Monitor said in its report, nearly enough to power the whole of France. […] China approved new 40 coal mines in the first three quarters of 2019, and it has continued to make use of “green” financing to support coal-related projects.

• Laut einer neuen Studie ist Lichtverschmutzung in Großstädten maßgeblich am Insekten-Sterben beteiligt: Light pollution is key ‘bringer of insect apocalypse’.

• Poor Pandas: Australian koala population hit as wildfires rage

• Poor Mantas: Manta Rays and Whale Sharks Are Consuming a Staggering Amount of Plastic

Neue Studie über die Lücke zwischen den Klimazielen der Regierungen und den tatsächlich extrahierten und verbrannten fossilen Treibstoffen: Bis 2030 verbrennen wir 50% mehr Brennstoffe, als zu einer Begrenzung des Temperatur-Anstiegs um 2°C nötig wäre und 120% mehr, als zu einer Einhaltung des Pariser Abkommens. Guter Artikel zur Studie: The New Climate Math: The Numbers Keep Getting More Frightening.

The fossil fuel production gap is large: the world is currently on track to produce far more fossil fuels in 2030 than would be compatible with a 2°C pathway and, especially, with a 1.5°C pathway. Specifically, countries’ current plans and projections for fossil fuel production would lead, in 2030, to the emission of 39 billion tonnes (gigatonnes) of carbon dioxide (GtCO2). That is 13 GtCO2, or 53%, more than would be consistent with a 2°C pathway. It is 120% or 21 GtCO2 greater than fossil fuel production levels consistent with a 1.5°C pathway.

This gap grows even wider by 2040, when production levels reach 110% and 210% higher than those consistent with the 2°C and 1.5°C pathways.

A production gap of this magnitude implies a risk of substantial over-investment in fossil fuel exploration, development, and infrastructure. Indeed, researchers have found that Paris Agreement goals imply major drops in planned and expected capital investment in fossil fuel production, including for oil and gas in the near term.

• Der auftauende Permafrostboden in Sibirien legt jede Menge zehntausende Jahre altes Elfenbein von Mammuts frei und hat einen Mammut-Elfenbein-Goldrausch ausgelöst: The climate crisis has sparked a Siberian mammoth tusk gold rush.

Glancing into the 50-metre-deep hole the two tusk hunters smiled. Together, they heaved out a caramel-coloured mammoth tusk from the soil where it had been frozen for at least 10,000 years. Their dog, too, seemed to be interested in the find. “Because it’s been locked in the ice for that long it still smelled of the meat, it still smelled of the animal,” says Amos Chapple, who spent three weeks photographing mammoth tusk hunters at work in the Siberian region of Yakutia.

The tusk hunters cleaned their find with dry grass and quickly wrapped it in cling film to keep it moist and preserve valuable weight that would push up its price when it came to selling it. Then the precious cargo, along with two other tusks, went on a winding five hour speedboat journey down a river in northeastern Siberia. The 65kg relic was later sold for $34,000 (£26,800) to a Chinese dealer waiting in the tusk hunters’ village, earning them a total of around $100,000 (£77,000) in just eight days. Everything they left behind – mammoth skulls and bones – was consumed by the elements.

The frozen land of Siberia is rapidly thawing. Parts of it are warming twice as fast as the rest of the planet. The permafrost – soil that remains frozen year-round – is protected by a surface layer of dirt and sediment that thaws in summer and refreezes in winter. But in 2018, some parts of this layer did not freeze at all, leaving the permafrost exposed to even warmer temperatures than usual. For decades, residents of this frozen land, where temperatures regularly dip below minus 30 degrees Celsius, would often stumble upon the remnants of woolly mammoths that died out 10,000 years ago. But as the ground thaws, Siberia is revealing its ancient treasure horde faster than ever. Now, fuelled by Chinese demand for ivory, tusk hunters are racing to retrieve so-called “ice ivory” from the Siberian permafrost.

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Climate-Karma is a bitch

25. November 2019 13:25 | #Klimawandel #Politik #Umwelt

In Venedig hat ein Verwaltungsrat gegen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels abgestimmt und wenige Stunden später wurde das Gebäude überflutet. Karma is a bitch.

Andrea Zanoni, a council member and chair of the environment committee, posted photos of the flooded chambers on Wednesday night. It’s the first time the council chambers have ever flooded. The building sits right on Venice’s Grand Canal, and its flood protections appear to have failed.

But the timing couldn’t be more absurd. Zanoni noted in his Facebook post that councilors had been voting on amendments to the region’s 2020 budget prior to the flood. He said the “budget does not contain any concrete action to counteract climate change,” and all amendments put forward to address climate change like boosting renewable energy, replacing diesel buses, and improving efficiency were rejected.

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[Klimalinks 12.10.2019] Extra Horny Tarantulas; Shell hat „keine Wahl“ als Öl-Investitionen; Bank of England: Investmentfirmen finanzieren 4° Erderwärmung

16. Oktober 2019 16:36 | #Klimawandel #Politik #Protest #Wirtschaft

Extinction Rebellion protests – live: Mothers and babies blockade Google HQ as Greta Thunberg condemns ‘unlawful’ police ban on demonstrations und Piers Morgan attacks ‘Mr Broccoli’ climate protester in live TV interview

• Tausende Wissenschaftler solidarisieren sich grade mit XR: Scientists’ Declaration of Support for Non-Violent Direct Action Against Government Inaction Over the Climate and Ecological Emergency

• Shell will bis 2025 insgesamt 35 neue Öl- und Gas-Vorhaben starten und spricht davon, dass die steigende Energie-Nachfrage dem Unternehmen „keine Wahl“ lasse: No choice but to invest in oil, Shell CEO says. Und genau deshalb kann die(se) Logik des Marktes den Klimawandel nicht aufhalten, solange das Gemeinwohl im Sinne der Weltgemeinschaft in diese Logik einbezogen wird. (Symboldbild oben: Where Oil Rigs go to die)

Extra-horny spiders is yet-another unexpected consequence of climate change. The warmer-than-usual weather has prolonged the male tarantula’s annual mass booty crawl—and, by extension, their lives.

[30] Banks worth $47 trillion adopt UN-backed climate pact — but only 3 of the top 10: Banks with more than $47 trillion collectively in assets signed on to the United Nations-backed Principles for Responsible Banking (PRB) framework for climate action rolled out this week. Yet only three of the world’s 10 largest banks joined the coalition of 130 signatories.

America’s ‘Green Economy’ Is Now Worth $1.3 Trillion: A new national database for clean business says U.S. industry is leading the way, but China isn’t far behind.

Bank of England boss says global finance is funding 4C temperature rise: in a stark illustration of the scale of the decarbonisation challenge facing the world economy, Carney suggested companies had already secured financing from investors in the global capital markets – worth $85tn (£67.2tn) for stocks and $100tn for bonds – that will keep the world on a trajectory consistent with catastrophic global heating. The risks associated with temperatures at or above 4C include a 9-metre rise in sea levels – affecting up to 760 million people – searing heatwaves and droughts, serious food supply problems and half of all animal and plant species facing local extinction.

How do we rein in the fossil fuel industry? Here are eight ideas [and this is the best one in my book because it changes the logic of the markets]:

Establish market metrics on climate change

Nearly three years after the Paris agreement, world markets still have no mandatory, comparable data to measure the risks posed by the climate crisis at a company level. Regulators must act urgently – slow-moving voluntary schemes are not enough. Last week, the governor of the Bank of England warned major corporations that they had two years to agree rules for reporting climate risks before global regulators devised their own and made them compulsory. If markets do not understand what climate change really means for car manufacturers, fossil fuel companies and energy firms, a climate-induced financial crisis is just a matter of time. Investment in fossil fuels must end. The fossil fuel divestment movement now has $11.5tn of assets under management committed to divestment.

Chapo Trap House 358 – World on a Wire feat. Naomi Klein (10/14/19): We’re joined by author Naomi Klein to discuss climate change, a green new deal and what it must include, and new developments in responses to ecological crisis from both the right and the left.

Die Alpen bröckeln: Nirgendwo zeigt sich in Mitteleuropa der Klimawandel stärker als in den Alpen. Der Fels wird instabiler. Selbst Wahrzeichen wie das Matterhorn sind betroffen.

Eine Skizze der politischen Vorstellungen von Extinction Rebellion-Mitbegründer Roger Hallam

The 1981 TV documentary that warned about global warming

Ebola epidemics will ‘increase with greenhouse gas concentrations’, study finds. Vielleicht erledigt sich das Problem damit ja ganz von alleine.

• „[Das Klimapaket] zeigt eindrucksvoll, wie schwer sich ein zukunftsfähiges Deutschland gegen die Gegenwartsinteressen organisieren lässt – selbst dann, wenn freitags die Zukunft dieses Landes auf die Straße geht.“

Klimapaket – Von der Angst diktiert: Statt von “Ökodiktatur” zu faseln, sollte man sich lieber Gedanken darüber machen, wie eine Ökodemokratie aussehen könnte. Das wissen wir nämlich noch nicht.

Klimagesetz: Bruch des Völkerrechts mit Ansage: Das Klimaschutzgesetz sieht […] für die nächsten Jahrzehnte weit höhere Emissionen vor, als sie mit den in Paris verabredeten Zielen vereinbar sind. Da ist die oben zitierte Einschätzung der Linksfraktion, hier solle Völkerrechtsbruch in ein Gesetz gegossen werden, tatsächlich nicht von der Hand zu weisen.

Neue Klimastudie – Forscher warnen vor dramatischem Temperaturanstieg am Mittelmeer: 20 Prozent schneller als im globalen Durchschnitt steigt die Temperatur im Mittelmeerraum. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Sie warnt: Eine Insel vor Sizilien könnte komplett verschwinden.

• Wie der Verband der Öl-Industrie Mitte der 90er eine PR-Firma anheuerte, um die Ergebnisse der Klimawissenschaften in Zweifel zu ziehen, woran übrigens auch Mitarbeiter der PR-Firmen beteiligt waren, die schon in den 60er und 70er Jahren PR für die Zigaretten-Industrie gemacht hatten: How vested interests tried to turn the world against climate science.

“Project goal: a majority of the American public, including industry leadership, recognises that significant uncertainties exist in climate science,” the 1998 Walker API memo began. A series of strategic goals was elaborated. It said “victory will be achieved when … recognition of uncertainties becomes part of the conventional wisdom” and “those promoting the Kyoto treaty on the basis of extant science appear to be out of touch with reality”.

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Free Font basierend auf der Typo von Greta Thunbergs Protest-Schildern

11. Oktober 2019 16:43 | #Klimawandel

Tal Shub hat die Typographie auf Greta Thunbergs handgemalte Klimastreik-Schilder vektorisiert und als Free Font online gestellt, Download auf Google Drive.

Zunächst extrahierte Shub die Typo aus HighRes-Bildern von Greta Thunbergs Protestschildern, korrigierte die Perspektive, vektorisierte die Lettern und baute aus dem redundanten Buchstaben-Satz die fehlenden Zeichen, die Frau Thunberg auf ihren Schildern nicht benutzt hatte (das Q muss ja beispielsweise irgendwoher kommen, also nimmt man das nicht genutzte O und flascht einen Querstrich dran, und so weiter). Nette Spielerei aus der Mittagspause einer Designagentur und wer braucht schon einen Friedensnobelpreis, wenn man seinen eigenen Font hat.

“A pretty common approach to drawing a new typeface is first defining the lowercase n, i and o characters because they provide the straight, round and dot shapes that can then be extrapolated into other letterforms,” the designer says. “So much of what we did was just that—finding common forms and borrowing parts from the limited characters Greta had drawn. We repurposed elements from letters that had multiple options—for example, there was a total of six uppercase K letters and six uppercase T letters.” The team ended up using Greta’s original “M” to create a “W,” which wasn’t represented in her signs, and used her uppercase “O” to create a “Q.” Beyond adapting the lettering, Shub and his team only added a few punctuation symbols and numerals to the set. (Fast Company)

Vorher auf NC:
Fonts basierend auf Protestschildern von historischen Bürgerrechtsbewegungen

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[Klimalinks 11.10.2019] XR in New York; 25m Meerespiegelanstieg bei 400ppm CO2; Klimawandel 2050

11. Oktober 2019 11:00 | #Klimawandel #Politik #Protest #Wirtschaft

25m Meeresspiegel-Anstieg solange die CO2-Konzentration über 400ppm liegt, Artikel dazu. Derzeit sind wir bei 408. Ab 2050 ist CO2-Neutralität mit projizierten 685ppm. Dann entweder massenhaft Karbon-Sucker oder sehr gute Dämme an ALLEN Küsten oder Aufgabe der Siedlungen.

Visualisierung auf Floodmap. Hamburg und Bremen sind dann abgesoffen, Cloppenburg und Walsrode liegen am Meer, Tschüss Rostock und Neumünster, Itzehoe wird zur Insel. Das sind die Kosten, die wir auf unsere Kinder abwälzen und die CDU sorgt sich um eine schwarze 0.

Der Timeframe des Papers ist dabei relativ egal. Hamburg ist es historisch gesehen glaube ich egal, ob es schon 2100 oder erst 2200 absäuft. Entweder wir stemmen massive Kosten für weltweite Karbon-Sucker, die Dämme, oder die Aufgabe der Küsten. Das ist die Realität. Deshalb haben diese 👇 Leute vollkommen Recht –>

• XR in New York: ‘We’re Here’: Extinction Rebellion Bloodies New York as Part of Global Week of Protests, Protesters douse Wall Street Bull with fake blood, NYPD arrest 62 as Extinction Rebellion protest causes chaos in Times Square: Climate change activists glue their hands to a boat parked in the middle of Broadway to demonstrate rising sea levels

Paralympian climbs onto plane as Extinction Rebels disrupt London airport, Activist climbs plane as Extinction Rebellion takes protest to London airport – video

• Sehr gute juristische Argumente von Christian Mihatsch für den Zivilen Ungehorsam von XR: Der Ansatz von Extinction Rebellion ist gefährlich, aber nötig:

Die Rebellen reklamieren für sich das Recht auf Rebellion. Dieses beruht auf dem Naturrecht: In einem imaginären Urzustand liegen alle Rechte beim Einzelnen. Dieser tritt dann einen Teil dieser Rechte an den Staat ab. Im Gegenzug verpflichtet sich der Staat im Gesellschaftsvertrag, das Leben und die Freiheiten der Menschen zu schützen. […]

Die Parteiendemokratie scheint an der Klimakrise zu scheitern – mit absehbar katastrophalen Folgen bis zum Ende der menschlichen Zivilisation. Da diese Folgen unumkehrbar sein werden, unterminiert der Staat seine Legitimation, den Gesellschaftsvertrag. Daraus das Recht auf einen Aufstand abzuleiten ist gefährlich, erscheint aber zunehmend als die letzte Chance, um diesen Wahnsinn noch zu stoppen.

The climate crisis in 2050: what happens if cities act but nations don’t?

This is the climate breakdown reality she was warned about at school, and why she skipped classes to join the great demonstrations of the 2030s. Back in October 2019, the C40 group of 94 global megacities had used IPCC and World Bank figures to forecast that 1.6 billion people living in over 970 world cities would be regularly exposed to extreme high temperatures by 2050.

It said another 800 million people living in 570 cities would be vulnerable to sea level rise and coastal flooding, including the world’s great coastal cities. And it also said that 2.5 billion people (or nearly one in four people on Earth) would be living in the over 1,600 cities where national food supplies were threatened by the climate crisis – including supposedly richer cities such as Athens, Barcelona, Istanbul and Los Angeles. These predictions proved to be accurate.

The world’s first CLIMATE BREAKDOWN teaching resources – 14 lessons based around the most up-to-date science, exploring broad societal questions in the fight against climate change

• Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat die Klimaschutzziele der EU durchgerechnet und sie genügen nicht, um das Pariser Abkommen einzuhalten: EU muss CO2-Emissionen für das Zwei-Grad-Ziel stärker mindern als bislang geplant.

Some economics nerds just realized how much climate change will cost us: “To me the most surprising result of the research was how quickly the cost of delay increases over time,” said Robert Litterman, a risk management expert who used to work for Goldman Sachs, in a statement accompanying the study. His team found that if the world procrastinated on a carbon price by just one more year, the damages from climate change would climb an additional $1 trillion. Waiting 10 years would put the price tag at $100 trillion. In other words, the time to act was yesterday (or, like the 1980s).

Revealed: Google made large contributions to climate change deniers, The obscure law that explains why Google backs climate deniers

Nobel Prize in Chemistry Honors 3 Who Enabled a ‘Fossil Fuel-Free World’ — with an Exxon Twist

The Green Revolution Spreading Across Our Rooftops

Steigende Meeresspiegel: Wie bereitet man sich auf Klima bedingte Migrationen vor? Bis zum Jahr 2050 werden etwa 200 Millionen Menschen aufgrund des Klimawandels ihren Wohnsitz verlieren – ohne die Möglichkeit in ihre Heimat zurückkehren zu können. Im MORE WORLD-Interview reflektiert die in Chennai lebende Wissenschaftlerin Sujatha Byravan die Herausforderungen für globale Zusammenarbeit angesichts dieser bereits seit Dekaden wissenschaftlich erforschten Notlage.

• „Globally September 2019 was 0.57°C warmer than the average September from 1981-2010, making it the warmest September in our data record, virtually on a par with September 2016. Regions with most markedly above average temperatures include central and eastern USA, the Mongolian plateau and parts of the Arctic. Much below average temperatures were only recorded in a few regions, including southwestern Russia and parts of Antarctica.“

• Sehr gutes Interview über die Dynamiken der Finanzwirtschaft im Kontext der Klimakrise: Was passiert, wenn die Klimakrise ihren Preis auf dem Börsenparkett findet? „Die Finanzaufsichtsbehörden verlangen von den Banken und Versicherungen bereits, klimabedingte Risiken auf vielerlei Ebenen zu berücksichtigen. Ich wünsche mir, dass die Vorgaben dazu weniger freiwillig, strenger und obligatorischer werden. Es fehlen aber makroökonomisch wirksame Regeln auf der Ebene der Zentralbanken und der nationalen Förder- und Entwicklungsbanken. Sie tun im Moment zu wenig, was seine Wurzeln in der globalen Finanzkrise hat.“

Volker Quaschning im Interview über das verabschiedete Klimapaket:

Klimareporter: Herr Quaschning, das Bundeskabinett soll heute das Klimapaket beschließen. Es hagelt Kritik, seitdem es bekannt wurde. Aber was ist gut daran?

Volker Quaschning: Ich habe nichts gefunden.

• Guter Artikel über das Astroturfing der INSM und Lobbyismus gegen Mehrheitsinteressen beim Klimaschutz: Rezo, Fridays for future und die Initiative neue soziale Marktwirtschaft

Fossil fuel firms’ social media fightback against climate action: Industry funds ‘grassroots’ resistance to tougher rules while touting green credentials

Oil firms to pour extra 7m barrels per day into markets, data shows: Projected production surge in next 12 years to be led by Shell despite climate crisis

Fracking boom tied to methane spike in Earth’s atmosphere

Sea ‘boiling’ with methane discovered in Siberia: ‘No one has ever recorded anything like this before’: Scientists in Siberia have discovered an area of sea that is “boiling” with methane, with bubbles that can be scooped from the water with buckets. Researchers on an expedition to the East Siberian Sea said the “methane fountain” was unlike anything they had seen before, with concentrations of the gas in the region to be six to seven times higher than the global average.

Two-thirds of bird species in North America could vanish in climate crisis: Continent could lose 389 of 604 species studied to threats from rising temperatures, higher seas, heavy rains and urbanization

Peruvian Glaciers Have Shrunk By 30 Percent Since 2000

Radical warming in Siberia leaves millions on unstable ground

Climate change causes Australia to downgrade Great Barrier Reef’s outlook

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Top 20 Climate-Assholes

9. Oktober 2019 15:27 | #Klimawandel #Umwelt

Der Guardian hat die 20 Firmen ermittelt, die weltweit für nicht weniger als 35% aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind. Die Recherche ähnelt ihrer Datenanalyse von vor zwei Jahren, als sie 100 Firmen ermittelten, die für insgesamt 71% aller Emissionen verantwortlich waren. Das hier sind sozusagen die 1% der Klimaverpester. Gazprom ist auf dem dritten Platz dieser 20 Firmen. Ihr wisst schon: Gerhard Schröder-Gazprom. Tja.

Guardian: Revealed: the 20 firms behind a third of all carbon emissions, What do we know about the top 20 global polluters?, Kommentar von Richard Heede: It’s time to rein in the fossil fuel giants before their greed chokes the planet, Ausreden-Sammlung der Öl-Industrie: Climate emergency: what the oil, coal and gas giants say

Those identified range from investor-owned firms – household names such as Chevron, Exxon, BP and Shell – to state-owned companies including Saudi Aramco and Gazprom.

Chevron topped the list of the eight investor-owned corporations, followed closely by Exxon, BP and Shell. Together these four global businesses are behind more than 10% of the world’s carbon emissions since 1965.

Twelve of the top 20 companies are state-owned and together their extractions are responsible for 20% of total emissions in the same period. The leading state-owned polluter is Saudi Aramco, which has produced 4.38% of the global total on its own.

Michael Mann, one of the world’s leading climate scientists, said the findings shone a light on the role of fossil fuel companies and called on politicians at the forthcoming climate talks in Chile in December to take urgent measures to rein in their activities.

“The great tragedy of the climate crisis is that seven and a half billion people must pay the price – in the form of a degraded planet – so that a couple of dozen polluting interests can continue to make record profits. It is a great moral failing of our political system that we have allowed this to happen.”

The global polluters list uses company-reported annual production of oil, natural gas, and coal and then calculates how much of the carbon and methane in the produced fuels is emitted to the atmosphere throughout the supply chain, from extraction to end use.

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Jonathan Pie reports from The Extinction Rebellion Part 2

8. Oktober 2019 21:01 | #Klimawandel

Jonathan Pie, the sound of reason in an age of ugh, reports from the Extinction Rebellion again: „Hypocrisy is at the very heart of the climate crisis: You will contribute to the problem! It’s undeniable you are a hypocrite, if you try and do something about the climate crisis, because your existence contributes to it. But if you do nothing you are an asshole.“ (Pie @ XR 1 here)

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